Fünf Prinzipien

Fünf Prinzipien für gutes Webdesign

Dieser Punkt ist für viele Menschen, die nicht aus dem Gestaltungsbereich kommen, nicht auf Anhieb zu verstehen. Für Webdesigner ist er jedoch von zentraler Bedeutung. Bei Design geht es nicht in erster Linie darum, dass eine Webseite gut aussieht, sondern, dass sie das Auge des Betrachters lenkt. Dazu gehört die gezielte Auswahl von Inhalten. Was wird gezeigt und was wird gezielt nicht dargestellt? Gutes Webdesign erzielt die Steuerung des Benutzers zum gewünschten Ziel (Formular, Produkt, etc.). Ein Beispiel dafür ist eine minimalistische Startseite, die den Blick des Betrachters mit deutlichen Farbakzenten und der gezielten Nutzung von Weißraum (Stellen ohne Text- oder Bildinhalt auf der Webseite) auf die wichtigsten Funktionen, wie z.B. einen Button wie „Shop“ oder „Info,“ lenkt.

Design ist vorhersehbar

Vorhersehbarkeit bedeutet in Bezug auf Webdesign nicht, dass die Webseite langweilig ist. Vielmehr bedeutet es, dass bei einer Handlung des Benutzers genau das passiert, was er erwartet. Wenn er beispielsweise auf den Button mit dem Titel „Shop“ klickt, erwartet er, dass er zum Online-Shop weitergeleitet wird. Im Fall einer schlecht gestalteten Seite würde dieser Klick hingegen dazu führen, dass etwas Unerwartetes passiert, wie z.B. eine Aufforderung zum Angeben der Email-Adresse, um den Newsletter zu erhalten. Der Benutzer ist in dieser Situation verwirrt und wird die Seite im schlimmsten Fall verlassen. Indem die Seite vorhersehbar gestaltet wird, werden solche Fälle vermieden.

Design bringt Nutzen

Webdesign sollte für den Besucher der Webseite nützlich sein. Das bedeutet, dass Inhalte nicht nur äußerlich ansprechend verpackt und formatiert sein dürfen, damit sie optisch auf die Seite passen. Ziel ist, dass der Besucher einen Nutzen daraus zieht, wenn er die Seite besucht. Die Inhalte sollen so im Design verpackt sein, dass ihre Funktion oder ihr Mehrwert nicht mehr sichtbar ist. Auf einer gut gestalteten Webseite gibt es nur Elemente, die so gut auf die Zielgruppe abgestimmt sind, dass sie dem Nutzer dienen, ohne dass er es bewusst wahrnimmt.

Ein Beispiel dafür ist eine Seite zum Thema Tauchen, die den Fortschritt beim Lesen eines Artikels mit einem sinkenden Wasserpegel im Hintergrund des Textes anzeigt. Hier erwartet der Nutzer anfangs nichts, wird jedoch positiv von der Funktion überrascht, wenn er realisiert, dass der Lesefortschritt ganz praktisch und ohne sein Zutun angezeigt wird. Funktionen wie diese optimieren das Benutzererlebnis und machen es noch angenehmer eine Webseite zu nutzen.

Design ist performant

Wenn Sie eine Seite besuchen, erwarten Sie, dass auf jeden Klick eine schnelle Reaktion folgt. Diese Funktionsweise wird als performant bezeichnet. Schnelle Ladezeiten, Animationen die gut funktionieren, keine Wartezeiten, keine Fehlfunktionen. Der Besucher erreicht sein Ziel schnell, indem er möglichst wenig Funktionen in Anspruch nimmt. Bei einem Online-Shop bedeutet das zum Beispiel, dass vom Betreten der Webseite bis zum Punkt, an dem der Kunde einen Service oder ein Produkt bezahlt hat, möglichst wenige Schritte beinhaltet. Beispiele für die perfektionierte Form sind Apple Pay oder Amazon 1-Click-Buy, die direkt zum Kauf führen.